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Wladimir Iljitsch Lenin

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Im Jahr 1924 starb Lenin - der Leninismus bleibt aktuell

lenin 150dpiLenin, Wladimir Iljitsch, eigtlich Uljanow, geboren am 22. April 1870 in Simbirsk (Uljanowsk), gestorben am 21. Januar 1924 in Gorki bei Moskau, war Führer, Theoretiker und Lehrer der Werktäti2gen der ganzen Welt, Begründer der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und der III. Kommunistischen Internationale und Schöpfer des ersten sozialistischen Staates in der Weltgeschichte. 1887 bezog Lenin die juristische Fakultät an der Universität in Kasan, wurde aber noch im selben Jahr wegen Teilnahme an einer revolutionären Studentenversammlung verhaftet und aus der Universität ausgeschlossen. Er studierte die Theorie des Marxismus, wurde ein überzeugter marxistischer Revolutionär und Propagandist der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus, die er allseitig und schöpferisch weiterentwickelte. Für Lenin war der Marxismus stets eine Anleitung zum revolutionären Handeln. 1891 legte er extern das Examen an der juristischen Fakultät der Petersburger Universität ab und war bei einem Anwalt in Samara tätig.

1893 übersiedelte Lenin nach Petersburg, wo er zum Führer der Marxisten und der sich entfaltenden russischen Arbeiterbewegung wurde. In seinem Werk "Was sind die Volksfreunde und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten?" (1894) zerschlug Lenin die bis dahin in der russischen Freiheitsbewegung vorherrschende Ideologie der Volkstümler, die die historische Rolle der russischen Arbeiterklasse leugneten und begründete die Notwendigkeit der revolutionären marxistischen Partei des Proletariats. Im Herbst 1895 faßte er alle marxistischen Zirkel in Petersburg zum "Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse" zusammen, der unter seiner Führung erstmals in Rußland den Marxismus mit der Arbeiterbewegung vereinigte, wurde jedoch im Dezember des gleichen Jahres verhaftet. Auch vom Gefängnis aus leitete Lenin die Tätigkeit des "Kampfbundes" weiter an. Dort begann er an seinem Buch "Die Entwicklung des Kapitalismus in Rußland" zu arbeiten, das er 1899 vollendete. Am 13. Februar 1897 wurde er zu drei Jahren Verbannung verurteilt, die er in Ostsibirien im Dorf Schuschenskoje, Gouvernement Jenisseisk, verbrachte. Hierher folgte ihm seine Frau Nadeshda Konstantinova Krupskaja, Volksschullehrerin von Beruf.

In der Verbannung faßte Lenin den Plan, die Schaffung der 1898 verkündeten, aber von der Polizei sofort zerschlagenen marxistischen Arbeiterpartei Rußlands mit der Herausgabe einer im Ausland hergestellten gesamtrussischen politischen Zeitung zu beginnen, die den Kampf gegen die organisatorische Zersplitterung und ideologische Zerfahrenheit führen sollte. Nach der Entlassung aus der Verbannung emigrierte er 1900 ins Ausland, wo er zusammen mit der Plechanowschen Gruppe "Befreiung der Arbeit" die Zeitung Iskra ("Der Funke") herausgab. Die "Iskra" war ein kollektiver Propagandist, Agitator und Organisator der Partei. Den Fragen der revolutionären Partei neuen Typus diente auch Lenins Buch "Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung" (1902). In diesem Werk zeigte Lenin, daß nur eine Partei, die von einer fortgeschrittenen Theorie geleitet wird, die historische Mission der Arbeiterklasse erfüllen kann. 1903 fand der II. Parteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands (SDAPR) in Brüssel und London statt. Er schuf die revolutionäre marxistische Partei Rußlands, die erste Partei neuen Typs in der internationalen Arbeiterbewegung. Bei der Festlegung ihrer Prinzipien kam es zur Spaltung zwischen dem opportunistischen Flügel (Menschewiki) und den Bolschewiki, die von Lenin geführt wurden. Den Opportunismus der Menschewiki entlarvte Lenin in seinem Buch "Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück" (1904), worin er die marxistische Lehre von der Partei weiterentwickelte. Da nach dem Parteitag die "Iskra" in die Hände der Menschewiki gelangte, legte Lenin den strategischen Plan und die taktische Linie der Bolschewiki in der Revolution von 1905 in der bolschewistischen Zeitung "Wperjod" (Vorwärts) und in seinem Werk "Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution" dar. Er formulierte darin erstmals in der Geschichte des Marxismus die Besonderheiten der bürgerlich-demokratischen Revolution in der Epoche des Imperialismus. Vor allem entwickelte er die Lehre von der Hegemonie des Proletariats in der bürgerlich-demokratischen Revolution, von der Bündnispolitik der Arbeiterklasse, von der revolutionär-demokratischen Diktatur der Arbeiterklasse und der Bauernschaft, vom Hinüberwachsen der bürgerlich-demokratischen in die sozialistische Revolution. Mit dieser Lehre errang das russische Proletariat 1917 den Sieg; sie wurde später in den anderen sozialistischen Ländern mit Erfolg in der volksdemokratischen Revolution angewendet.

Auf dem Höhepunkt der Revolution von 1905/07, als die Massen spontan die Sowjets zu schaffen begannen, die Lenin als Organe des bewaffneten Aufstands und Keimformen einer neuen, revolutionären Macht charakterisierte, kehrte er am 8. November 1905 nach Rußland zurück und leitete die Parteiarbeit sowie die Vorbereitung des bewaffneten Aufstands. Die Niederlage der Revolution zwang ihn im Dezember 1907 zum zweiten Mal in die Emigration, wo er einen hartnäckigen Kampf um die Erhaltung und Festigung der illegalen Partei und gegen alle Feinde des Marxismus führte. Diesem Zweck diente auch sein bedeutender Beitrag zur Entwicklung der marxistischen Philosophie: "Materialismus und Empiriokritizismus" (1909). Lenin kämpfte auf den Kongressen der II. Internationale und den Tagungen des Internationalen Sozialistischen Büros, auf denen er die SDAPR vertrat, entschlossen gegen die Abweichungen vom Marxismus und unterstützte die linken revolutionären Kräfte bei ihrem Zusammenschluß. Auf seine Initiative wählte die VI. Gesamtrussische Konferenz der SDAPR (Prag 1912) ein neues, bolschewistisches Zentralkomitee und schloß die Opportunisten aus der Partei aus. Die Konferenz stellte damit die wahre Einheit der Partei wieder her.

Lenin übersiedelte nach Krakau, von wo er die Tageszeitung "Prawda", das gesamtrussische legale Parteiorgan (gegründet 1912), leitete. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er der nationalen Frage, über die er unter anderem die Arbeiten "Kritische Bemerkungen zur nationalen Frage" (1913) und "Über das Selbstbestimmungsrecht der Nationen" (1914) schrieb. Hierin entwickelte er das marxistische Programm und die Politik der Partei in der nationalen Frage und verfocht die Prinzipien des proletarischen Internationalismus. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges gab er in der Schweiz das Zentralorgan der Partei "Sozialdemokrat" heraus und organisierte den Kampf der russischen Bolschewiki und der proletarischen Internationalisten der ganzen Welt unter der Losung "Umwandlung des imperialistischen Krieges in den Bürgerkrieg". In dem Werk "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" (1916) charakterisierte Lenin den Imperialismus als letztes Stadium in der Entwicklung des Kapitalismus und als Vorabend der sozialistischen Revolution. In den Kriegsjahren schuf Lenin eine neue Theorie der sozialistischen Revolution, bewies auf Grund des von ihm entdeckten Gesetzes von der ungleichmäßigen ökonomischen und politischen Entwicklung des Kapitalismus die Möglichkeit des Sieges des Sozialismus zunächst sogar in einem einzelnen Land.

Nachdem der Zarismus durch die Februarrevolution 1917 gestürzt worden war, konnte Lenin nach Rußland zurückkehren. Nach seiner Ankunft legte er in den "Aprilthesen" den Plan des Kampfes für den Übergang von der bürgerlich-demokratischen zur sozialistischen Revolution dar, der von der VII. Gesamtrussischen Konferenz der Partei (April 1917) einstimmig angenommen wurde und in der Losung "Alle Macht den Sowjets" gipfelte. Bis Juli 1917 schrieb er über 170 Arbeiten. Zeitweilige Erfolge der Konterrevolution zwangen Lenin erneut, die Arbeit der Partei aus der Illegalität zu leiten. Hier schrieb er 1917 unter anderem die Werke "Staat und Revolution", "Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpfen soll" und "Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten ?", in denen er die marxistische Staatstheorie entwickelte, sowie zahlreiche Artikel und Briefe, mit denen er die Parteianleitete.

Im Oktober kehrte Lenin nach Petrograd zurück und setzte im ZK der SDAPR den Beschluß über den bewaffneten Aufstand durch, der unter seiner Leitung in der Nacht zum 7. November (25. Oktober alten Stils) verwirklicht wurde und von entscheidender Bedeutung für den Sieg der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution war. Der II. Gesamtrussische Sowjetkongreß beschloß den Übergang der gesamten Staatsmacht an die Sowjets, bildete die Arbeiter- und Bauern-Regierung, den Rat der Volkskommissare, unter Vorsitz Lenins. Die ersten Gesetze der siegreichen Oktoberrevolution waren Lenins Dekrete "Über den Frieden" und "Über den Grund und Boden". Lenin begründete wissenschaftlich die Politik des proletarischen Staates und den Aufbau des Sozialismus. Unter seiner unmittelbaren Leitung wurde der alte Staatsapparat zerschlagen und der neue, proletarische aufgebaut, der Grund und Boden der Gutsbesitzer konfisziert, die Arbeiterkontrolle in den Betrieben eingeführt, wurden die Banken, das Verkehrswesen, die Großindustrie nationalisiert, die Rote Arbeiter-und-Bauern-Armee geschaffen und die sozialistische Kulturrevolution eingeleitet. In der "Deklaration der Rechte der Völker Rußlands" erhielten alle Nationalitäten des ehemaligen Zarenreichs Gleichberechtigung, Souveränität und freie Entwicklung sowie das Recht auf Selbstbestimmung bis zur staatlichen Lostrennung garantiert.

Nachdem im März 1918 Sowjetrußland auf Initiative Lenins mit Deutschland den Brester Friedensvertrag abgeschlossen hatte, organisierten die Ententeimperialisten und die Konterrevolutionäre in Rußland die militärische Intervention und den Bürgerkrieg. Auf Lenin wurde am 30. August ein Revolverattentat verübt, wobei er schwere Verwundungen erlitt. Der Heldenmut des Sowjetvolkes, das der Losung Lenins "Alles für die Front" folgte, siegte über Intervention und Weißgardisten (1918/20).

Lenins Kampf für den Zusammenschluß der revolutionären Elemente in der internationalen Arbeiterbewegung führte zur Gründung der III. Kommunistischen Internationale (Komintern) in Moskau (März 1919). In seiner Schrift "Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky" (Oktober/November 1918) legte er das Wesen der Diktatur des Proletariats als höherer Typ der Demokratie für die Volksmassen dar und begründete die Notwendigkeit der proletarischen Revolution und der Diktatur des Proletariats für die Errichtung der sozialistischen Gesellschaft. Auf dem Gründungskongreß der Komintern hielt er das Referat über bürgerliche Demokratie und Diktatur des Proletariats, das Grundlage des Programms der Komintern wurde. Lenin arbeitete auch das neue Programm der Partei aus, das der VIII. Parteitag (März 1919) annahm, wobei der Name der Partei in Kommunistische Partei Rußlands (Bolschewiki) abgeändert wurde. Lenin prägte die Formel für den wirtschaftlichen Aufbau: "Kommunismus - das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes". Auf dem X. Parteitag (1921) und in der Broschüre "Über die Naturalsteuer" begründete Lenin den Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik (NÖP), deren Aufgabe es war, in Ausnutzung des freien Warenaustausches das Bündnis mit der Bauernschaft zu festigen und die Wirtschaft wiederherzustellen, um dann eine mächtige sozialistische Industrie zu schaffen, die Landwirtschaft auf sozialistischer Grundlage zu reorganisieren und die kapitalistischen Elemente zu liquidieren. Die Krönung der Leninschen Nationalitätenpolitik war der im Dezember 1922 erfolgte freiwillige Zusammenschluß der bestehenden Sowjetrepubliken zur "Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken" (UdSSR). Die Prinzipien der Leninschen Außenpolitik waren einerseits der proletarische Internationalismus, gegenüber den kapitalistischen Staaten die friedliche Koexistenz und der Kampf um die Erhaltung des Friedens. Während der internationalen Wirtschaftskonferenz in Genua (April 1922) schlug die sowjetische Delegation entsprechend den Weisungen Lenins die allgemeine Rüstungseinschränkung vor; seither ist die Sowjetunion der Verfechter der allgemeinen Abrüstung geblieben. Im Verlauf der Konferenz konnte in Rapallo der sowjetisch-deutsche Vertrag abgeschlossen werden, der diplomatische und Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Staaten vorsah und beiden Staaten bedeutsame Vorteile brachte. Für die jungen kommunistischen Parteien zog Lenin in seinem Werk "Der »linke Radikalismus«', die Kinderkrankheit im Kommunismus" (1920) die Lehren aus der Geschichte des Bolschewismus. Auf dem II. Weltkongreß der Komintern half er ihnen durch Übermittlung der Erfahrungen der Strategie und Taktik der Bolschewiki bei ihrer ideologischen und organisatorischen Festigung; auf dem III. Weltkongreß begründete er die Politik der Einheitsfront als wichtigste Aufgabe der kommunistischen Parteien der kapitalistischen Länder zur Gewinnung und Mobilisierung der Massen. Lenin gab ferner auf dem IV. Weltkongreß (November 1922) den Bericht "Fünf Jahre russische Revolution und die Perspektiven der Weltrevolution". Dieser Bericht und die Rede vom 20. November 1922 auf dem Plenum des Moskauer Sowjets waren die letzten öffentlichen Reden Lenins. Die überaus angespannte Arbeit und die Folgen des Attentats hatten Lenins Gesundheit untergraben; am 12. Dezember 1922 arbeitete er zum letzten Mal im Kreml. Auf dem Krankenbett konnte er noch äußerst wichtige Briefe über innerparteiliche Fragen und eine Reihe von Artikeln, darunter "Über das Genossenschaftswesen" und "Lieber weniger, aber besser" diktieren (Dezember 1922 bis Februar 1923), in denen er in verallgemeinerter Form das Programm des sozialistischen Aufbaus in Rußland im Lichte der allgemeinen Perspektiven der Weltbefreiungsbewegung der Werktätigen darlegte. Am 21. Januar 1924 um 18.50 Uhr starb Lenin an einem Bluterguß im Gehirn. Sein Werk wurde von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion unter der Leitung ihres Zentralkomitees fortgesetzt. Die Ideen des Leninismus befruchteten nicht nur die Theorie und Praxis des proletarischen Klassenkampfes, Lenins Arbeiten enthalten auch wegweisende Gedanken auf wichtigsten Gebieten der Philosophie, Geschichte, Kunst, Literatur, Pädagogik und anderer Gesellschaftswissenschaften.

Lenin war eine opferbereite, selbstlose und geniale Führungspersönlichkeit, der jeglicher Personenkult fremd war.

Ideologische Kommission beim ZK der KPD

Literatur zum Thema:

85. Todestag Lenins - Aktualität des Leninismus unter Beachtung der Leninschen Imperialismustheorie (aktuelle Krise)

Die Literaturhinweise sollen helfen, Literatur zu finden, in der etwas zum Thema steht. Je größer die Auswahl, um so größer die Möglichkeit, fündig zu werden.

  1. Meyers Universal Lexikon in vier Bänden, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1981
  2. Meyers Neues Lexikon in acht Bänden, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1964
  3. Meyers Neues Lexikon in 18 Bänden, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1974
  4. Über die Grundfragen des Leninismus, Teil 1 und 2, J.W. Stalin, Schriftenreihe der KPD, Heft 144/1 und 144/2
  5. Zu den Fragen des Leninismus, J.W. Stalin, Schriftenreihe der KPD, Heft 146
  6. Die nationale Frage und der Leninismus, J.W. Stalin, Schriftenreihe der KPD, Heft 153
  7. Lenin, Leninismus, Marxistische Blätter 3-96
  8. Lenin, Wladimir Iljitsch, Ein kurzer Abriss seines Lebens und Wirkens, Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau 1947
  9. Fragen des Leninismus, J. Stalin, Dietz Verlag Berlin 1950
  10. Kleines Wörterbuch der Marxistisch-Leninistischen Philosophie, Dietz Verlag, Berlin 1974
  11. Wörterbuch Ökonomie Sozialismus, Dietz Verlag, Berlin 1989
  12. Kleines Politisches Wörterbuch, Dietz Verlag, Berlin 1973
  13. Kulturpolitisches Wörterbuch, Dietz Verlag 1978


Lenins Werke in der Schriftenreihe der KPD:

  • Die große Initiative - Über "Demokratie" und Diktatur, Heft 110
  • Staat und Revolution, Heft 118 (zwei Hefte)
  • Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Heft 128 (drei Hefte)
  • Was tun? - Brennende Fragen unserer Bewegung, Heft 132 (drei Hefte)
  • Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück, Heft 140 (drei Hefte)
  • Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution, Heft 143 (zwei Hefte)
  • Der "linke Radikalismus", die Kinderkrankheit im Kommunismus, Heft 155 (zwei Hefte)
  • Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky,
  • Heft 177 (zwei Hefte)
  • Die nächsten Aufgaben der Sowjetmacht, Heft 184
  • Über die Naturalsteuer, Heft 205
  • Kritische Bemerkungen zur nationalen Frage, Heft 207
  • Über das Selbstbestimmungsrecht der Nationen, Heft 208



Lenins Vermächtnis - der Leninismus - aktueller denn je!

Wenn wir mit der Demonstration im Januar traditionsgemäß der von der Soldateska des imperialistischen Systems ermordeten Führer der Kommunistischen Partei Deutschlands, Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts, gedenken, ehren wir zugleich auch den eng mit ihnen verbunden gewesenen Theoretiker, Lehrer und Führer der Werktätigen und Begründer der KPdSU und der Sowjetunion, Lenin, dessen Todestag wir am 21. Januar begehen. An ihn zu erinnern, an sein Werk, seine Leistungen für die Werktätigen der Welt, ist in Anbetracht zunehmender Angriffe auf den Leninismus, sprich Marxismus-Leninismus, seitens imperialistischer Machthaber, aber auch von Abtrünnigen, ehemaligen Sozialisten, aktueller denn je. Die Letzteren haben unter dem Druck der Konterrevolution und der ideologischen Manipulation offensichtlich den Glauben an die Notwendigkeit der längst überfälligen Überwindung des Imperialismus, überall dort, wo sich Möglichkeiten einer herangereiften revolutionären Situation mit seinen objektiven und subjektiven Bedingungen ergeben, aufgegeben. Und diese waren hinreichend in dem zaristischen Rußland, dem damaligen schwächsten Glied des Imperialismus, mit einer in den Zentren vorhandenen Arbeiterklasse und einer revolutionären bolschewistischen Partei, die sich von Opportunisten freigemacht hatte, vorhanden.

Herr Dr. Franz Köhler, über 20 Jahre im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR und seinen Botschaften tätig gewesen, stellt alles in Frage in einem Beitrag des RotFuchs, Ausgabe November 2008, verneint die damaligen revolutionären Bedingungen in Rußland und letztlich die Möglichkeit, den Sozialismus in einem Lande aufzubauen. Er orientiert damit darauf, weiter abzuwarten, bis zum Sankt Nimmerleinstag. Das hieße, das sozialistische Kuba, die revolutionären Veränderungen in Richtung Sozialismus in Venezuela, Bolivien, Nicaragua und weiteren Ländern in Frage zu stellen. Und was war mit China, mit seinen überwiegend bäuerlichen Verhältnissen? Sind nicht durch die revolutionären sozialistischen Veränderungen die damaligen zurückgebliebenen Länder Rußland/die Sowjetunion und China zu Weltmächten aufgestiegen? Hat nicht vor allem eine sozialistische Sowjetunion den Hitlerfaschismus besiegt? Ist das nicht alles ein glänzender Beweis für die Richtigkeit des Marxismus-Leninismus, für die richtige Aneignung der leninschen Lehre und seiner Werke? Daß der Sozialismus auf unserem Kontinent zurückgedrängt wurde, ist in erheblichem Maße auch die Folge des Abkehrs von Lenins Vermächtnis. Der Chefredakteur des RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger, hat in der Dezember-Ausgabe 2008 des RotFuchs Herrn Dr. Köhler und weiteren Abtrünnigen eine treffende Antwort gegeben. Lenin ist für uns als genialer Theoretiker der proletarischen Revolution und der sozialistischen Umgestaltung der Gesellschaft in die Geschichte eingegangen. Er vereinigte in sich die Weisheit des Denkers und die Lebenserfahrungen des Volkes, die glänzende Kenntnis der marxistischen Theorie und das Verständnis für die dringenden Erfordernisse der Arbeiterbewegung. An der Grenze zweier historischer Epochen hat Lenin die Lehre von Marx und Engels auf der Grundlage neuer historischer Erfahrungen, des Studiums des Kampfes der internationalen Arbeiterklasse und der nationalen Befreiungsbewegung der Völker schöpferisch weiter entwickelt und bereichert. Mit seiner Tätigkeit begann die Leninsche Etappe der Entwicklung des Marxismus, in der der Marxismus zum Marxismus-Leninismus wurde. Das erfolgte vor allem auch im Kampf gegen den rechten und linken Opportunismus.

Mit seinen Arbeiten wie "Was sind die Volksfreunde und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten?", "Materialismus und Empiriokritizismus", "Die philosophischen Hefte" und "Über die Bedeutung des streitbaren Materialismus" leitete er die Leninsche Etappe in der Geschichte der marxistischen Philosophie ein. In solchen Werken wie "Die Entwicklung des Kapitalismus in Rußland", "Die Agrarfrage und die Marx-Kritiker", "Das Programm der russischen Sozialdemokratie", "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus", löste Lenin neue Probleme der marxistischen politischen Ökonomie, die sich insbesondere aus dem monopolistischen Stadium des Kapitalismus ergaben und deren Kenntnis für die Führung des Klassenkampfes, für die Vorbereitung und Durchführung der sozialistischen Revolution, von größter Bedeutung war. Große Aufmerksamkeit widmete Lenin der Theorie des Klassenkampfes und des wissenschaftlichen Sozialismus. So arbeitete er die Lehre von der neuen Partei neuen Typus aus ("Was tun?", "Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück"), begründete die Theorie des Hinüberwachsens der bürgerlich-demokratischen in die sozialistische Revolution ("Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der bürgerlichen Revolution"), entwickelte die marxistische Staatstheorie unter den neuen Bedingungen ("Staat und Revolution", "Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky") und entwickelte wichtige Fragen des Bündnisses von Arbeiterklasse und Bauernschaft als Bestandteil der sozialistischen Revolution und des sozialistischen Aufbaus. Die Große Sozialistische Oktoberrevolution leitete den Sieg des Leninismus als des Marxismus unserer Epoche in der internationalen Arbeiterbewegung ein. Lenins Werk ist unsterblich.

Die Überwindung des Imperialismus steht historisch seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert auf der Tagesordnung und sie ist heute für viele sichtbarer, nach zwei verheerenden Weltkriegen und der gegenwärtigen Forcierung der Kriegspolitik und Umweltvernichtung, sie ist überfällig, damit die Völker in Frieden und sozialer Sicherheit leben können. Die revolutionären Bedingungen hierfür weiter voranzutreiben ist Aufgabe der Arbeiterklasse und ihrer Gewerkschaften, aller revolutionären linken Kräfte, voran der Kommunistischen Partei Deutschlands.

Alfred Fritz

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