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03. bis 15. Oktober 1935, bei Moskau

Die "Brüsseler Konferenz" tagte bei Moskau; aus konspirativen Gründen wurde als Tagungsort Brüssel angegeben.

Die Konferenz trug den Charakter eines Parteitages und wird in der Geschichte der KPD als XIII.Parteitag gezählt.

Die Brüsseler Konferenz war die erste Zentrale Konferenz der KPD nach der Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland. Die Konferenz wertete den VII.Weltkongreßß der "Kommunistischen Internationale", der eine Analyse des veränderten internationalen Kräfteverhältnisses vorgenommen und die Erfahrungen der kommunistischen Weltbewegung im Kampf gegen Imperialismus und Faschismus, für Frieden, Demokratie und Sozialismus verallgemeinert hatte, für den Kampf gegen den deutsche Faschismus aus.

Sie war ein wesentlicher Schritt zur Ausarbeitung einer den neuen Bedingungen des Klassenkampfes in Deutschland entsprechenden marxistisch-leninistischen Strategie und Taktik.

Teilnehmer waren 39 stimmberechtigte Delegierte und mehrere Delegierte mit beratender Stimme.

Unter den ausländischen Gästen befanden sich die Mitglieder des Exekutivkomitees der "Kommunistischen Internationale" Ercolí (P. Togliatti, Führer der Italienischen KommunistischenPartei) und D.S.Manuilski (Vertreter der KPdSU(B) im EKKI.

Den bericht des ZK der KPD erstatteten Wilhelm Pieck und Walter Florin; Referate hielten Walter Ulbricht, A.Ackermann und Franz Dahlem.

Einstimmig wurde das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands mit Genossen Ernst Thälmann an der Spitze gewählt; für die Zeit der faschistischen Kerkerhaft wurde Genosse Wilhelm Pieck zum Vorsitzenden des ZK gewählt.

Die von der Brüsseler Konferenz entsprechend den objektiven und subjektiven Bedigungen des Klassenkampfes im Lande erarbeitete Strategie und Taktik fand ihren Niederschlag in der Resolution "Der neue Weg zum gemeinsamenn Kampf aller Werktätigen für den Sturz der Hitlerdiktatur" und im Manifest "An das werktätige deutsche Volk!"

Als nächstes strategisches Ziel des Kampfes der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten wurde der Sturz des faschisischen Hitlerregimes und die Errichtung antifaschistisch-demokratischer Machtverhältnisse mit einer Regierung der proletarischen Einheitsfront oder der antifaschistischen Volksfront an der Spitze erklärt. Auf diesem Wege sollten Voraussetzungen für den Kampf der deutschen Arbeiterklasse um die Errichtung ihrer politischen Macht geschaffen werden.

In der Festlegung des strategischen Zieles bestand das grundsätzlich Neue in der politischen Orientierung der KPD.

Die Herstellung der Einheitsfront der Arbeiterklasse (Aktionseinheit) und die Schaffung einer antifaschistischen Volksfront zum Kampf für den Sturz der Faschistischen Diktatur und zur Verhinderung eines vom faschistischen deutschen Imperialismus drohenden Krieges wurden zur zentralen Aufgabe erklärt. Im Kampf um die Aktionseinheit der Arbeiterklassegewann das enge Zusammenwirken zwischen der KPD und der Sozialdemokratie an Bedeutung. Möglichkeiten für die Schaffung eines neuen Verhältnisses zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten ergaben sich aus der mit der Errichtung des Hitlerfaschismus entstandenen neuen Lage der deutschen Sozialdemokratie.

In Übereinstimmung mit den Beschlüssen des VII.Wltkongresses der Kommunistsichen Internationale [KI] unterstrich diese Konferenz, daß der Kampf um die Aktionseinheit mit den Sozialdemokraten eine ernste begründete Kritik des Reformismus, des Sozialdemokratismus als Ideologie und Praxis der Klassenarbeitsgemeinschaft mit der Bourgeoisie voraussetzt.

Es wurden die Hauptprinzipien für die politische und organisatorische Einigung der deutschen Arbeiterbewegung mit dem Ziel der Schaffung einer einheitlichen revolutionären Partei der Arbeiterklasse entwickelt.

Mit ihren Beschlüssen schuf die Berner Konferenz die Grundlage für die Ausarbeitung des konkreten Programms einer neuen deutschen demokratischen Republik.

Im unwiderruflichen Siege des Sozialismus in der Sowjetunion sah die KPD die bedeutendste Unterstützung ihres Kampfes um Demokratie und Sozialismus.

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